Mittwoch, 8. Juni 2011

Das Flusswasserkraftwerk aus dem Mittelstand

Flusswasserkraftwerke sind ein gutes Beispiel dafür, wie neue Energietechnologien im Mittelstand entstehen. Schwimmende Schaufelwasserräder erzeugen dort stabil Strom, wo für große Turbinen Gefälle oder Wassermenge zu gering sind. Derzeit besteht „Fluss-Strom“ seine ersten Einsätze in der Praxis. Das Bundeswirtschaftsministerium zeigt am 30. Juni in Berlin wie rund 250 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus allen Technologiebereichen Forschungsprojekte im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) entwickeln.
Der Ingenieur Harmuth Drews baut mit vier Partnerfirmen an dem Flusskraftwerk „Energy Floater“, das Strom gewinnt ohne Eingriffe in Fließgewässer. Er sieht weltweit millionenfache Anwendungsmöglichkeiten: „Nicht nur in Schwellenländer siedeln Menschen vorrangig an Flüssen. Dort können wir dezentral eine konstante Stromversorgung anbieten. Auch an deutschen Flüssen lassen sich Ankerrechte erwerben, um an Abschnitten mit geeigneter Strömung die schwimmenden Schaufelräder zu errichten.“ Wegen ihrer geringen Drehzahl beeinträchtigen selbst mehrere verbundene Räder die Fische nicht. Weil im Fluss kein Stau aufgebaut werden muss und wegen standardisierter Bauelemente, können die Klappschaufelwasserräder abhängig von der Fließgeschwindigkeit ihre Investitionen nach fünf bis sieben Jahren refinanzieren. 13 mittelständische Unternehmen und drei Forschungseinrichtungen haben sich zum Netzwerk „Technologiekompetenz Fluss-Strom zusammengeschlossen.
Quelle:Fachinformationszentrum (FIZ) Karlsruhe
Bine Informationsdienst

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